Ein Trostpflaster für (Web-)Typografen mit Herzschmerz

Typografie Schnitt

Ein Beitrag von Monika Grieser.

Als passioniertem „Printler“ blutet mir ehrlich gesagt immer wieder das Herz. In Web-Projekten darf ich Zeilenumbrüche nicht händisch erstellen, bei Headlines Buchstaben nicht einzeln spationieren und muss sowieso auf die meisten Typo-Spielchen verzichten.

Zum Glück bieten die Google Fonts inzwischen wenigstens tolle Alternativen zu den wenigen Standardschriften, auf die man sich früher noch beschränken musste. Stand März 2017 gibt es rund 818 dieser Schriftarten – dank Open-Source-Lizenz alle frei einsetzbar. Bei dieser Menge fällt die Auswahl natürlich nicht leicht. Und ständig auf die beliebtesten Fonts wie Open Sans, Roboto, Oswald und dergleichen zurückzugreifen, ist für den Typo-liebenden Gestalter auch keine wirkliche Option.

Wie passend, dass der Blog Elmastudio kürzlich seine persönliche Hitliste an „Google Font Empfehlungen für 2017“ vorgestellt hat, in der einige tolle, weniger bekannte Schriften präsentiert werden.

Taviraj Typographie

Die Taviraj wurde von einem thailändischen Designstudio entworfen. Ihren fernöstlichen Ursprung merkt man der charakterstarken Serifenschrift auch an.

Von zeitlosen Serifenschriften bis hin zur geometrischen Sans Serif oder der markanten Slab – in dieser Auflistung sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Mein persönliches Highlight ist die Taviraj: Eine weite, charakterstarke Serifenschrift, die sehr gut lesbar ist und mit 18 Schriftschnitten eine Menge Spielraum bietet.

Was sind eure Quellen für Typo-Inspiration? Gerne in die Kommentare damit. Ansonsten: Viel Spaß beim Stöbern!

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Die Autorin

Monika Grieser
Senior Art Director, München
Monika bei Xing